Meta Description, CTR & Nutzererlebnis

Es ist nicht die Kunst eine Meta-Description zu schreiben, es ist die Kunst dafür zu sorgen, dass sie ihren Zweck erfüllt und zu einem positiven Nutzererlebnis führt.

Die Diskussion um die Frage eine Meta-Description für jede Seite ist nicht mehr neu, scheint aber für viele Webseitenbetreiber immer noch relevant zu sein.

Ich hatte mich mit diesem Thema schon mal ziemlich intensiv auseinandergesetzt und kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Meta-Descriptions für viele Websites ein echter Problemfall sind.

Sie werden viel zu oft ÜBER/UNTERschätzt?!

Dabei ist die Frage nicht nur, ob eine Meta-Description sinnvoll ist, sondern auch welche Meta-Description sinnvoll ist und wie man dabei am besten vorgeht.

Folgende Szenarios sind denkbar:

  1. Eine unique Meta-Description für jede Seite (automatisch erstellt oder manuell vergeben)
  2. Eine automatisch generierte Meta-Description für alle Seiten (Doppler)
  3. Gar keine Meta-Description

Auf diese drei Fragen ist Matt Cutts in seinem Video kurz eingegangen und hat empfohlen anstatt von Dopplern lieber gar keine Meta-Descriptions zu hinterlegen und diese Aufgabe Google zu überlassen.

Damit sind schon mal die Punkte zwei und drei meiner Aufzählung abgedeckt.

Aber wie sieht es nun aus, wenn wir uns die Frage stellen:

Manuell erstellte Meta-Description vs. durch Google generierte Meta-Description?

Sabrina ist in ihrem Beitrag auf dieses Thema auch bereits eingegangen und hat dabei eine Frage in die Runde gestellt, die ich nicht unwichtig finde:

„Überlasst ihr Google den ersten Eindruck oder schreibt ihr die Meta-Descriptions noch selbst?“

Was die Leute dazu schrieben, fand ich durchaus plausibel.

Aber lassen wir jetzt mal die Frage nach der Art der Vergabe einer Meta-Description außen vor und widmen uns einer anderen Problematik zu.

Nehmen wir an, wir vergeben keine Meta-Descriptions manuell, sondern überlassen es Google.

Folgende Ausgangssituationen sind gegeben:

  • a) Die Seite hat genug Content, der den Schwerpunkt dieser Seite wiedergibt und für den Nutzer tatsächlich relevant ist
  • b) Die Seite hat so gut wie keinen Content

Im Fall a) gelingt es Google meist, eine mehr oder weniger sinnvolle und nutzerfreundliche Description zu generieren, die eher dem Informationszweck dient und im besten Fall das Interesse des Nutzers abdeckt.

Im Fall b) ist es kaum möglich. Denn wie soll eine Suchmaschine einen Zusammenhang zwischen Kontextpassagen herstellen, die es auf der Seite gar nicht gibt? In diesem Fall werden alle möglichen Content-Krümel in die Berechnung miteinbezogen, was im Endeffekt in einer ziemlich sinnlosen Description endet.

Wir wissen ja, dass eine Meta-Description den Nutzer über die Inhalte der jeweiligen Seite kurz und knapp informieren und ihn zum Klicken anregen soll. Nun stellen wir uns vor, wir haben eine Seite mit kaum Content aber mit einer manuell vergebenen Meta-Description, die den Nutzer zum Klicken anregt.

Nun ruft der Nutzer die Seite auf und findet dort keine Informationen, die seine Informationsbedürfnisse abdecken könn(t)en. Was passiert? Der Nutzer verlässt die Seite.

Da stellt sich die Frage, ob eine manuell vergebene Meta-Description in dem Fall viel mehr Sinn hat als eine durch Google generierte? Denn das eigentliche Ziel wird nicht erreicht:

das Nutzerbedürfnis wird nicht befriedigt -> kurze Verweildauer -> hohe Absprungrate

Schauen wir uns ein anderes Beispiel an:

Wir haben eine Seite mit tollen Inhalten und überlassen Google die Rolle des Meta-Description-Schreibens. Gut strukturierter und themenbezogener Content dient als Grundlage für eine aussagekräftige Meta-Description.

Was Google dabei nicht beachten kann, ist der Schwerpunkt der Description und die Intention, die Nutzer-Aufmerksamkeit auf bestimmte Informationen zu lenken. Denn genau das ist einer der Vorteile, die man bei einer manuell vergebenen Meta-Description hat.

Bei einer geschickt erstellten Meta-Description (am besten nach dem AIDA – Prinzip: Attention, Interest, Desire, Action) hat man die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit des Nutzers auf bestimmte Informationen zu lenken und dadurch die CTR des Snippets in den SERPs zu erhöhen. Lässt man die unique Faktoren weg, sinkt die Wahrscheinlichkeit des Snippets angeklickt zu werden.

Mein Fazit dazu:

Eine manuell vergebene Meta-Description ist erst dann sinnvoll, wenn sie

  • nutzerfreundlich ist
  • die tatsächlichen Inhalte einer Seite in kurzer Form wiedergibt
  • Nutzeraufmerksamkeit gezielt steuert
  • Nutzer zum Klicken anregt und als Ausgangspunkt auf dem Weg zu einem positiven Nutzererlebnis dient

Last but not least: investiert die wertvolle Zeit lieber zuerst in die Erstellung guter Inhalte und denkt erst dann darüber nach, wie sie diese Inhalte in den SERPs am besten präsentieren.

Andere interessante Beiträge

SEO

Suchmaschinenoptimierung mit Google Webmaster Tools – Buchrezension

SEO

Praktikum bei FAIRRANK – Recap

SEO

Unheimlich: Web-Search auf dem Weg von Relevanz zu Pertinenz

1 Comment Already

  1. Guter Beitrag! Auch wenn die Meta Description kein Ranking-Faktor ist, wird tatsächlich oftmals zu viel Zeit investiert, anstatt einfach eine ansprechende und ausreichend lange aber nicht zu kurze Meta Description zu schreiben. Falls zulässig und interessant: Wir haben zur Unterstützung ein einfaches und kostenloses Tool :
    Title & Description Test erstellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *