Praktikum bei FAIRRANK – Recap

Durch dick und dünn mit FAIRRANK

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Informationswissenschaft: ein Alptraum oder doch Schicksal?

Es begann im Jahr 2008, als ich beschlossen habe, ein zweites Studium im Ausland (in meinem Fall in Deutschland) aufzunehmen. Da ich nie kurze Wege suchte und schon immer dazu neigte, mein Leben so schnell wie möglich zu verkomplizieren, habe ich mir einen Studiengang ausgesucht, der nur bedingt etwas mit Sprachwissenschaft zu tun hatte. Er setzte eher ganz andere Kenntnisse voraus und vermittelte Grundlagen, die bei einem Philologen in 90% der Fälle für Gänsehaut sorgten.

Es war spannend und kompliziert zugleich. Öfters habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Fach zu wechseln, um mich mit einigen Disziplinen nicht noch länger quälen zu müssen.

Im Frühjahr 2012 stand ich im Endeffekt vor dem Problem, eine Praktikumsstelle für mich zu finden und wusste nicht, wo ich da anfangen soll…

Was kann ich als Informationswissenschaftler? Was mag ich? Was mag ich nicht?

Grübel… grübel… grübel…

 

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Zu dieser Zeit hat ein Bekannter von mir bereits einige Jahre Berufserfahrung im Online-Marketing gehabt und hat mich auf diesen spannenden Bereich aufmerksam gemacht. Ich habe angefangen mich damit zu beschäftigen: ich las sämtliche Online-Marketing-Magazine und bin dann eines Tages auf einen Bereich gestoßen, den ich super spannend fand: auf SEO.

Von diesem Tag an fing  ich an, alles Mögliche zu diesem Thema zu lesen, aber so richtig viel Ahnung hatte ich davon noch nicht.

Ich brauchte eine Praktikumsstelle, aber viel Zeit fürs Überlegen hatte ich nicht. Ich musste eine Entscheidung treffen.

Was mache ich nun?! Hmmmm…

Soll ich SEO machen?! JA! Ich will SEO machen!

Ein Tag später machte ich mich auf die Suche nach einer Praktikumsstelle.

Wie es häufig so ist, bewirbt man sich bei mehreren Unternehmen gleichzeitig und wartet dann sehnlichst auf eine Rückmeldung. Bei mir war es auch nicht anders. Aber ganz tief im Herzen wusste ich von Anfang an, zu wem ich möchte und hoffte darauf, dass es dann auch klappt. Wieso ich dieses Gefühl hatte, wusste ich selber nicht…

Auf der Suche nach einem Traumjob: das (SEO)-Rennen beginnt!

Tag 1:

Meine Bewerbungsschreiben sind fertig und ich mache mich auf den Weg zur Post…

Tag 7:

Jajaja! Die erste Rückmeldung ist angekommen! Ein Termin für ein Vorstellungsgespräch bei XXX steht fest!

Tag 8:

Neue Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch sind da. Aber das XXX steht immer noch vorne auf meiner Liste.

Tag 9  …

Der Stichtag

Ich stehe am frühen Morgen auf und freue mich auf das bevorstehende Vorstellungsgespräch. Ich weiß, dass ich da rechtzeitig ankommen soll und mache mich frühzeitig auf den Weg.

50 Minuten später treffe ich in der Stadt X ein und versuche herauszufinden, wie ich zu Fuß zum Vorstellungsgespräch komme. Ich schaue auf die Uhr: 40 Minuten Zeit habe ich noch! Das schaffe ich locker!

Ich mache mein Navi an und… oh weh… es funktioniert nicht… Oo Ahhh

Ich frage nach dem Weg… Man sagt mir, dass ich lieber eine Straßenbahn nehmen soll.

Eine Straßenbahn? Wieso denn das? Neee… Ich suche keine kurzen Wege und Zeit habe ich auch noch!

Ich laufe also…

… und ich verlaufe mich…

… Aaaahhh

… ich schaue auf die Uhr… Das Vorstellungsgespräch soll in 20 Minuten beginnen…

… Aaaaahhh

Ich renne schon fast…

 

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10 Minuten vor dem Beginn des Vorstellungsgesprächs bin ich an Ort und Stelle!

Klingeling Klingeling

Ich komme rein…

Am Empfang fragt mich eine nette, junge Frau, bei wem ich einen Termin habe. Die Namen der Herren habe ich natürlich längst vergessen, weil ich beim Rennen nur daran dachte, rechtzeitig an Ort und Stelle zu erscheinen!

Oooch… Grübel… Grübel…

Doch ich weiß es wieder! Ich nenne die Namen und setzte mich auf ein gemütliches Sofa am Empfang.

Ich soll warten…

Ich warte also…

Ich bin nervös und ziemlich unsicher… Ich denke wieder daran, was ich beim Vorstellungsgespräch sagen soll?! … dass ich bisher kein SEO gemacht habe oder dass ich erst vor einem Monat beschlossen habe, SEO zu machen?! Nein, nein, nein! Um Gottes Willen!

Ich versuche meine Gedanken zusammenzupacken.

5 Minuten später holen mich zwei nette Herren am Empfang ab.

Das Vorstellungsgespräch beginnt…

Ich sitze in einem großen Raum und schaue die beiden Herren an…

Sie fangen mit ihren Fragen an…

Alles ganz schön ruhig und entspannt…  (Die Herren wirken entspannt :-) Ich dagegen nicht!)

– Haben Sie einen Blog oder eine Website?

– Ähm… nein… aber ich hätte gerne eine!

– Was ist SEO für Sie?

(Ich wollte schon sagen: SEO für mich ist faires Ranking (also fairrank…) aber neee, ich habe es mir dann anders überlegt, und stattdessen alles aufgezählt, was ich bisher von SEO wusste 😀 Denn ich wollte ja nicht, dass es nach einer Schmeichelei aussieht 😉 )

(Darauf folgten noch einige Fragen, auf die ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann, aber die letzte Frage war entscheidend):

–  Was möchten Sie machen: SEO oder SEA?

–  SEO! (na also, anders kann es doch gar nicht sein, oder? 😀 )

Das Vorstellungsgespräch war zu Ende… Eine kurze Pause und dann: „Sie haben jetzt eine Praktikumstelle!“

Ja ja ja ja jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Ich kann es kaum beschreiben, wie sehr ich mich darüber gefreut habe! Eine Praktikumsstelle in einer SEO-Abteilung und dann auch noch so schnell?! Jaaa!

 

Meine ersten SEO-Schritte

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Zwei Wochen später:

Mein erster Arbeitstag

Alles ist neu und unbekannt. Neue Gesichter, neue Namen und…

… und SEO…

Mein Kopf läuft auf Hochtouren. Ich muss mir so Vieles merken und mich mit Dingen auseinander setzen, von denen ich (noch) keine Ahnung habe… oO

Die erste Woche ist um…

Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf explodiert!

 

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Dreamweaver, Back-ups, Google Updates, Analyse-Tools ahahahahahah! Worauf habe ich mich da eingelassen? Hiiiilfe!!!!!

Die zweite Woche ist um…

Die dritte auch…

Der Traumjob, der Traumjob: S-E-O

Es macht Spaß!

Ich lerne viel Neues!

Ich schreibe Metadaten tonnenweise und träume schon davon! (Alpträume?! *hustl*)

 

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Langsam bekomme ich ein Gespür dafür, was SEO ist.

Und langsam fange ich an, meine theoretischen Kenntnisse mit praktischen Erfahrungen in Verbindung zu setzen.

Es macht Spaß!

Es macht Spaß!!!

Es macht Spaaaaaß!!!!

12 Wochen sind um. Das Praktikum ist zu Ende. Aber nun weiß ich ganz genau, was meine Leidenschaft ist.

Ich bekomme eine zweite Chance!

Ich darf auch weiterhin im Unternehmen bleiben und die Kollegen bei der Arbeit unterstützen!

Ja ja ja!

Ich bin very very happy!!!

 

Es vergehen wieder Monate…

Zusammen mit meinen Kollegen erlebe ich (un)spektakuläre Google Updates, mache unzählige Website-Analysen (wofür ich dann später eine Leidenschaft entwickle), überprüfe Tausende von Backlinks, besuche den SEO-Day und sorge unter anderem auch dafür, dass meine Kollegen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen! 😀 (An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die an dieser… ähm… Aktion freiwillig (manche sogar unfreiwillig 😀 ) teilgenommen haben).

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Die Zeit läuft und es kommt ein Tag, an dem ich ein Wort sagen muss, welches ich am liebsten nie sagen würde.

Der Abschiedstag

Es ist schmerzhaft und unglaublich schwierig, sich von einem Team zu trennen, das man so sehr mag. Aber das Leben geht weiter. Man setzt sich neue Ziele, man geht neue Wege… Man weiß ja nie im Voraus, was einen in Zukunft erwartet und welche Entscheidung die richtige ist.

Aber ich lasse den Kopf nicht hängen und hoffe darauf, dass ich das Fairrank-Team bald wiedersehen werde.

An dieser Stelle möchte ich noch mal ein herzliches Dankeschön an meine Kollegen richten, mit denen ich viele schöne Momente erlebt habe: Ihr seid echt toll!

Und natürlich einen ganz, ganz lieben Dank an meinen Abteilungschef, der mich immer unterstützte und der mir eine Möglichkeit gegeben hat, SEO zu meinem Traumberuf zu machen!

Ich sage jetzt nicht Tschüss

Ich sage:

AUF WIEDERSEHEN!

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1 Comment Already

  1. Hallo Victoria, vielen Dank für Dein nettes Recap! Wir haben es mit Begeisterung gelesen und würden uns sehr freuen, Dich hier mal wieder zu sehen! Deine FAIRRANKer

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