Recap-iturlieren wir die SEO-Campixx 2013

Für uns war es die erste SEO-Campixx überhaupt und deshalb nahmen wir auch den vorangestellten Next Level Day auch mit. Das SEO-Klassentreffen, die Unkonferenz der SEO-Experten, das größte nationale Meeting der Suchmaschinenoptimierer, all dies sind Attribute mit denen die SEO-Campixx in Berlin regelmäßig versehen wird, zeigt eine kleine (na klar) Google-Suche.

Was wir sahen und wie wir es sahen:

TAG 0

Kurz vor der Mittagspause erklärte Thorsten Hubert in einem Workshop wie man mit Limbic Personas seine Kunden und User besser verstehen lernt und wie man durch Neuromarketing beispielsweise seine Nutzeransprache optimiert und an die Bedürfnisse anpasst. So eine Limbic Map ist schon ganz interessant – die technische Umsetzung der Erkenntnisse kann aber richtig kniffelig werden.

Der Workshop hat mir ganz gut gefallen, weil er bei mir auf fruchtbaren Boden (aka studiumsbedingte Grundkenntnisse) fiel.

Nach dem Happahappa ging es unter der Anleitung von Andreas Wander (den ich noch um die Folien bitten wollte) darum, wie man das perfekte Team zusammenstellt. Nach Fähigkeiten ist ja irgendwie logisch. Darüber hinaus gibt es zumindest bedenkenswerte charaktertypische Konstellationen und um diese zu ergründen, kann man spezielle individualpsychologische Werkzeuge nutzen.

Wie schon das erste Thema dient auch dieses vor allem der Erweiterung meines Horizontes. Die Chancen, bei der Teamzusammenstellung auf psychologischen Faktoren Rücksicht nehmen zu können ist in praxi ziemlich gering, aber wenn man schon einmal darüber weiß, ist man auch versucht, das ein oder andere an geeigneter Stelle einmal auszuprobieren.

ShopSEO auf der Straße – klingt komisch, ist es auch. Sauna, Aufguss, Wenikquast und alles, was man sonst noch braucht, um mal so richtig Dampf zu machen. Manfred Gottschling erzählte die mit einigen interessanten Learnings verbundene Geschichte von aufgussmittel.at

Nach dem ganzen Psycho-Kram war eine kleine Auflockerung dringend nötig. In der Session kam ich auf ein paar interessante Ideen – insofern war es sehr wertvoll.

Insgesamt gab es auch an diesem Tag noch sehr viele interessante Sessions wie zum Beispiel zum Produktmanagement, zu psychologischen Faktoren bei der Mitarbeiterführung, Markenführung und und und. Leider kann man sich nicht klonen, um gleichzeitig in mehreren Veranstaltungen zu sitzen. Vom Vernehmen nach guten Abendprogramm habe ich gar nicht so viel mitbekommen, dafür war ich zu sehr in Gespräche vertieft. Das Ganze macht in jedem Fall Lust auf die M3 Campixx im Juni.

Den Abend habe ich bewusst kurz gehalten, um fit und aufnahmebereit in den ersten SEO-Campixx-Tag zu starten.

TAG 1

Für den ersten richtigen Tag der SEO-Campixx haben wir uns sehr viel vorgenommen und wie üblich nicht alles geschafft. Los ging es mit einem sehr interessanten Einblick ins Arbeitsanforderungsmanagement im SEO von Nikolas Schmidt Voigt, der aufzeigte, an welchen Stellen überall SEO ins Spiel kommen könnte und wie man dies prozesstechnisch auf einen guten Weg bringt. Vor allem die Diskussionen mit Produktmanagern von anderen Firmen und Medienunternehmen hat mir ein paar neue Erkenntnisse über mögliche Organisationsmöglichkeiten und –konstellationen gegeben.

Björn Tantau widmete sich anschließend dem Thema Content Marketing Extrem. Abseits von WDF*p*IDF und anderen Formeln ging es ihm darum zu zeigen, wie richtig guter Content aussehen kann und Beispiele dafür zu geben, wie man sich solche Inhalte erschließt und sie anschließend seeded.

Near Dublicate Content muss nicht unbedingt schlecht sein, erklärte Fabian Drescher in der Session Dublicate Content Extreme. Mit relativ einfachen Methoden kann doch noch eine schöne und gut rankende Seite daraus werden. Dazu erklärte Fabian die Funktionsweise des Shingle-Algorithmus, den Google zur Erkennung von DC nutzt. Im Wesentlichen kann man mit einem schicken Template und aggregierten Daten aus verschiedenen Quellen zumindest den Anschein einer ordentlichen hochwertigen Seite wahren.

Zum Thema Crawling von großen Seiten gab es bei Fabian Rossbacher einige interessante Ansätze zu sehen und zu hören. Dabei ging es nicht nur darum, wie man an ganz verschiedene Daten herankommt, sondern auch darum, wie man sie aggregiert und was man damit schlussendlich anfangen kann.

Ingo Henze nahm sich in Vergesst die Bildersuche dem neuen Google-Konzept der Bildersuche an. Schönster böser Satz darin: „Google verspricht den Fotografen mit der neuen Bildersuche eine um ein paar Prozentpünktchen höhere Click Through Rate, allerdings um den Preis, zunächst einmal alle Seitenaufrufe nahe Null zu setzen.“ Insofern scheidet die Google Bildersuche als Trafficlieferant künftig wohl aus und damit verlieren auch zahlreiche Fotografen und Künstler einen guten Teil ihrer Einnahmen, die aus der Werbevermarktung stammen. Da hilft auch der Knowledge-Graph nicht viel.

Zum Ende des zweiten ersten Tages gabs Essen, Musik und viele Gespräche, in einer Mischung, die in dieser Form recht typisch für SEO-Events ist.

TAG2

Der Sonntag begann deutlich übernächtigt nach der programmmäßigen „Ausnüchterungsphase“. Sehr viele hochinteressante Panels machten auch hier die Auswahl schwer. Für mich standen am zweiten Campixx-Tag Themen wie Scraping, Big Data und Automatisierung im Fokus.

Wie schon am Vortag kam man in die ein oder andere Session nicht mehr rein, weil die Raumkapazität nicht mehr genügte. Vom Gang aus bringt das Zuhören dann auch nicht mehr so wahnsinnig viel. Zu den interessantesten Sessions gehörten der blackhatige Vortrag Bitte nicht nachmachen!  und die Axel-Springer-Inhouse-SEOs.

Danny Linden stellte in der Session Domain bis Content – Automatisierung und ihre Grenzen eine Reihe von Automatisierungsmöglichkeiten bei der Content-Generierung vor, mit denen man mit verhältnismäßig übersichtlichem Aufwand interessante Websites projektieren kann. Für jemanden, der bisher wenig mit Expireds gearbeitet hat, auf jeden Fall interessant.

Richtig nerdig-toolig war dagegen das Datenscraping mit Excel mit Maik Schmidt. Sein Vortrag brachte ein paar neue Anregungen für kommende Projekte.

Zum Abschluss der SEO-Campixx ging es um die Interne Verlinkung. Holger Etzel nahm die Diskussion von Dominik Wojcik und Marcus Tober auf dem SEOday zum Anlass, um das Thema interne Verlinkung auf unterhaltsame Weise etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fazit:

Es war die erste SEO-Campixx und wird gewiss nicht die letzte gewesen sein. Es gab so viele interessante Sessions, dass man sich ein paar Mal hätte clonen müssen. So viel Input gibt es sonst nur selten. Übertroffen wird das nur durch die Möglichkeiten zum direkten Austausch mit den viel erfahreneren Profis.

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