SEO 2K14: das kommt (auch) auf uns zu

Co-Occurrence & Relevance vs. Recall & Precision

Aiaiai… Das neue Jahr ist erst 4 Tage alt, aber viele Blogs berichten intensiv darüber, was auf uns in diesem Jahr zukommt. Klar, werden neugeborene Google-Updates die Erde unter unseren Füßen immer wieder in Bewegung setzen und klar wird es, wie auch immer, heißen: der Nutzer steht im Mittelpunkt!

Was mir einen Anstoß für diesen kurzen Bericht gab, war der Beitrag von Michael Janik, der an ein paar Beispielen zeigte, in welche Richtung Google (endlich???) mehr und mehr geht.

Es geht um Hummingbird, semantic search und lexical neighbourhood.

Michael weist in seinem Beitrag auf ein paar SERPs hin, auf denen Websites zu Keywords ranken, die es als solche auf der Site gar nicht gibt, bzw. um semantisch ähnliche KWs, die angeblich zu einem Themencluster zusammen gehören.

Klar heißt es schon lange nicht mehr: keyword-relevante Suche. Klar, bieten durch Keywords aufgeblasene Websites kein Mehrwert, aber wie gut soll semantic search entwickelt werden und wie weit darf der semantische und der lexikalische Neighbourhood-Rahmen gedehnt werden, damit es wirklich nutzerfreundlich ist und die vermeintlich relevantesten SERPs Nutzerbedürfnisse abdecken?

Die zwei Beispiele von Michael erinnern mich an einen Beitrag von seo-united.de, in dem es darum ging, dass die Tendenz, koexistierende Begriffe mehr und mehr ins Relevance-Ranking zu ziehen, zu Eigenleben von SERPs führen kann. Ist es nicht ein Zeichen dafür, dass SERPs durch dieses Ranking-Verfahren nicht relevant & mannigfaltig werden, sondern mannigfaltig aber nicht relevant? Ist es nicht der Punkt, bei dem man über Recall und Precision nachdenken sollte? Ist Precision etwa nicht das eigentliche Ziel, bei dem es bei relevanten SERPs gehen soll? Führt eine übermäßige Vorliebe für koexistierende Begriffe etwa nicht zu höherem Recall und niedrigerer Precision?

Recall = a/(a+c)
Precision = a/(a+b)

(a – Anzahl der gefundenen relevanten Dokumentationseinheiten, c – Gesamtzahl der relevanten Dokumente, b – Gesamtzahl der gefundenen Dokumente)

Einerseits sieht es sehr verlockend aus, wenn eine Website oder ein Beitrag mit koexistierenden Begriffskombinationen rankt, die es auf der Website nicht mal gibt. Aber andererseits gibt es einen Anstoß darüber nachzudenken, wie relevant und nützlich (bzw. nutzerfreundlich) diese Rankings sind und ob sie die ursprungliche thematische Relevanz einer Website / eines Beitrags dadurch nicht verwässern und für höhere Absprungraten sorgen? Denn wenn ich zum Beispiel nach Rezepten mit Grünkohl suche und als Ergebnis Rezepte mit Rotkohl bekomme, befriedigen solche SERPs mein Nutzerbedürfnis nicht, sondern frustrieren mich nur. Und was ist dann mit nutzerorientierter Bedarfsanalyse von Suchanfragen?

Das sind so ein paar Fragen, die ich nicht unwichtig finde.

Und was haltet ihr davon?

Ich würde mich über euer Feedback und eure Meinung dazu freuen :-)

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